16.09.08

„May you be in Heaven half an hour before the devil knows your dead.“

- um mit wit and wisdom of Ireland fortzufahren =).
Tja… was gibts hier so Neues zu berichten… ich war am Tor zur Hölle, dem dunkelsten Ort Irlands!
Das ist nämlich der Spitzname der Dunmore Caves, welche ca. 7km entfernt von Kilkenny liegt. An meinem nächsten freien Tag habe ich mich beschwingt dorthin auf den Weg gemacht – bis ich dann in der Stadt gemerkt habe: Da kommt man einfach nicht hin! Jaja… öffentliche Verkehrsmittel in Irland.
So ist klein Jo dann verzweifelt auf und ab gerannt und hat sich durchgefragt. Irgendwann habe ich dann eine Bus-Company (Buggy Coaches) gefunden, die mir angeboten haben, mich in der Nähe abzusetzen =). Problem war dann nur noch, dort wieder zurückzukommen, aber sie haben mir versprochen, dass ca. 16.00Uhr ein Bus an der einen Straße vorbeikommt. Und wenn ich dann dort stehe und warte… .
So stand ich eine halbe Stunde später also in der Pampa irgendwo zwischen Kilkenny und Dublin und habe mich auf den Weg gemacht =). Nach einem Fußmarsch von ca. 20 Minuten kam ich dann an den Caves an und habe gleich die nächste Führung abgepasst. Zufälligerweise waren die 4 anderen Tourmitglieder auch aus Deutschland *ggg*!
Vor der Führung gab es einen Einführungsfilm, der einen schon ziemlich gut darauf eingestimmt hat, was einen „dort unten“ erwartet. Die Höhlen waren nämlich im Jahre 1090 Schauplatz eines riesigen Massakers, bei dem Wikinger über 1000 Menschen in der Umgebung umgebracht haben. In einem der Räume hat man bei Ausgrabungen dann Knochen von geschätzten 44 Frauen und Kindern gefunden, die dort unten wahrscheinlich erstickt sind, als die Wikinger ein Feuer gelegt haben. Und als wäre das nicht genug, kamen sie in regelmäßigen Abständen Jahre später wieder und haben Opfergaben hinterlassen damit die Geister der Verstorbenen friedlich gestimmt werden. Auch heute noch meiden die Ansässigen angeblich die Höhle. Huuuuhhhh…
In den Untiefen der Höhle wurde einem dann echt ganz anders, besonders als unser Führer die spärlichen Lichter und die Taschenlampe für einige Zeit komplett ausgeschaltet hat. Dort konnte man dann wirklich gar nichts mehr sehen und er meinte, dass sich die Augen auch nach einiger Zeit nicht an die Dunkelheit gewöhnen würden.
In einem Abzweig gab es auch den „fairy ground“, der komplett frei von Steinen ist. Die Legenden besagen, dass die Feen diesen Platz zum tanzen freihalten ^^.
Die Caves sind wirklich ein beeindruckendes Erlebnis gewesen! Schade, dass man in der Dunkelheit keine Beweisfotos machen konnte ;).
Übrigens gibt es dort auch den größten Stalagniten(titen??? – die von unten) Irlands – er war ca. 7m groß!)

Zum Glück musste ich danach nicht einsam an einer Straße auf einen Bus warten, sondern wurde von dem deutschen Pärchen wieder mit zurück nach Kilkenny genommen, da sie dort sowieso durchgefahren sind =).
So habe ich mich gleich weiter auf den Weg nach Carrick-on-Suir im Co. Waterford gemacht. Dort gab es das wunderschöne Ormonde Castle zu besichtigen. Dieses ist für die Öffentlichkeit geschlossen, aber es gibt geführte Touren. Und natürlich hatte ich wieder ein perfektes Timing, da ich die letzte „Führung“, bestehend aus mir und einem Pärchen aus Sydney, abpassen konnte =).
Auch dieses Schloss wurde von der hiesigen Butler Familie (denen ja auch Kilkenny Castle, das Butler House und Cahir Castle gehört) gebaut und bewohnt und auch dieses Schloss wurde von Cromwell angegriffen und teilweise zerstört. Das Kuriose hierbei war aber, dass das Schloss zu dieser Zeit schon leer stand und Cromwell im Nachhinein behauptete nichts davon gewusst zu haben. (Nachdem er die Rückseite des Schlosses zerstörte und von dort eindrang, anstatt einfach von vorne *ggg*)
Leider hatte ich zu wenig Zeit die Atmosphäre des Schlosses zu genießen, da ich dann schon wieder in den letzten Bus gen Kilkenny springen musste.

Am Freitag (05.09.) gab es dann etwas Kulturelles fürs Köpfchen =). Da wurde nämlich „Waiting for Godot“ by Samuel Beckett im Watergate Theatre in Kilkenny aufgeführt. Die Schauspieltruppe war niemand geringeres als das Gate Theatre, die nur je eine Nacht in bestimmten Städten Irlands gespielt haben. Dementsprechend waren alle Karten in kurzer Zeit weg und ich war mehr als gespannt ^^.
Die schauspielerische Leistung war wirklich hervorragend und die Story regt bestimmt so Einige zum hitzigen Interpretieren oder einfach nur verwundertem Kopfschütteln an ;).
Am Lebhaftesten bleibt mir auf jeden Fall der Ausspruch „nothing to be done“ in Erinnerung.
Das Stück wurde mit der gleichen Besetzung wie vor 20 Jahren aufgeführt und der Director hat früher eng mit Beckett zusammengearbeitet.
Das hat sich definitiv gelohnt!
Aber mindestens genauso sehr oder sogar noch mehr, mein 2. Theaterbesuch am darauffolgenden Donnerstag! Da wurde nämlich vom Keegan Theatre aus Washington „One Flew Over the Cuckoo’s Nest“ aufgeführt. Leider habe ich das Buch nie gelesen, aber der Film ist mir in mehr als guter Erinnerung geblieben.
Und auch das Theaterstück hat mich nicht enttäuscht. Besonders die zweite Hälfte war wirklich grandios.
Zwei Tage später habe ich übrigens den Haupt- und einen Nebendarsteller im Supermarkt getroffen *ggg*.

Das andere Großereignis in Kilkenny, Umgebung und ganz Irland war das All Star Hurling Finale zwischen Kilkenny und Waterford! Wochen vor dem Finale färbte sich die komplette Stadt in schwarz-gelb, kaum ein Schaufenster ohne Flagge oder Anfeuerungen war zu finden. Den Vogel hat die „Left Bank“, der zentrale Punkt von Kilkenny, abgeschossen: eine mehr als nur riesige Flagge baumelte vom 7. Stock bis fast zum Erdgeschoss und war von überall zu sehen ^^.
In der Zeitung wurde das Finale übrigens wie folgt angekündigt:

„Two households, both alike in dignity… . It’s difficult to imagine what the south-east will be like after September 7th and the All Ireland Hurling Final. One country will be triumphant; the other despondent. And, if there’s a draw the GAA will be jubilant!”

Und dreimal dürft ihr raten, wer gewonnen hat xD! Ich habe an diesem Tag sogar den Nachmittag frei bekommen und bin schnellstmöglich in die Stadt gefahren um mit Conor und einem Freund im Pub das Spiel zu verfolgen. (Der besagte Freund kam aus Co. Donegal und war dementsprechend nicht zu verstehen… ich bin ja fast verzweifelt, aber als mich Brian dann angrinste und nur meinte „Ich hab auch keine Ahnung, was er so den ganzen Tag erzählt.“ war ich beruhigt xD.) Die Pubs wurden an diesem Tag zum Public-Viewing Ort umfunktioniert und nach 70 spannenden Minuten (ich konnte keine Regeln ausmachen, das sah alles wie eine große Schlägerei aus) triumphierte Kilkenny überragend – und die ganze Stadt feierte mit Hupkonzerten. Am darauffolgenden Tag wurden die Spieler feierlich willkommen geheißen (ich habe es leider verpasst) – es sollen ca. 25000 Leute dagewesen sein!
Am Mittwoch ist übrigens das neue Pub-Bild im Fotoalbum (klick) entstanden. Besonders Vici dürfte extrem lustige (fehlende?) Erinnerungen an diesen Abend haben, ge xD?! Der lustig dreinblickende Kerl rechts im Bild ist der oben schon erwähnte Brian aus Leitrim, ein Freund von Conor. Er fand schnell einen Spitznamen für Vici und mich: „German slaves“ – ja, so könnte man unsere Arbeit hier ganz gut beschreiben ;). Tja, jeder sollte einen doofen Sklaven aus Deutschland haben.
Dafür war ich der glückliche Sklave, der nach Mittwoch Abend einen Tag frei hatte (jaja, die andern drei hätte ich gerne früh’s gesehen, da kommt mir irgendwie der fiese „Haha“ Junge bei den Simpsons in den Sinn ^^). So habe ich mich Donnerstag früh dann beschwingt mit dem Zug zuerst auf den Weg nach Waterford und dann per Bus nach New Ross gemacht. In New Ross gibt es das Dunbrody Famine Ship, ein nach dem echten Dunbrody Ship rekonstruierter Dreimaster (ha, klingt das professionell ;) ). Es gab dort eine Führung mit Schauspielern in Kostümen, die ihre Lebensgeschichten, Gründe fürs Auswandern und Bedingungen auf dem Schiff geschildert haben. Das Leben in Irland war bis zum berühmten Celtic Tiger wirklich alles andere als leicht und auch jetzt kann man noch den Unmut gegen England zeitweise mehr als deutlich spüren.
So habe ich also meinen vorletzten (!) freien Tag Nahe an der Küste verbracht und ihn wirklich genossen.

Jetzt geht meine Zeit langsam aber sicher dem Ende zu, im Moment überrumpelt mich das noch ein bisschen ;).
Liebe Grüße an Euch alle und vielen lieben Dank an die netten Mails die ich bekommen habe!
Freue mich schon sehr, Euch wieder zu sehen =).
Jo

15.09.08

„Get on your knees and thank the Lord you’re on your feet.“

…um diesen Eintrag mal mit einer irischen Weisheiten zu beginnen ^^.
Inzwischen ist ja schon wieder einige Zeit vergangen und dementsprechend auch viel passiert.
Von Telefonaten mit Equipeople zwecks Familienwechsel, Besuchen in Dublin, Carlow, Dunmore Caves, Carrick-on-Suir, Waterford und New Ross, einem Lorrywochenende in Mullingar und einem vermeintlich gebrochenen Zeh.

Tja… wo fange ich denn jetzt überhaupt an? Am besten ungefähr dort, wo ich das letzte mal aufgehört habe… bei meinem freien Tag in Dublin!
Jaja, klein Jo in der großen (extrem gefährlichen) Hauptstadt Irlands. Wie oft wurde ich doch vorher gewarnt – Dublin: Drogensüchtige, Betrunkene, Taschendiebe, Schlägereien, etc. Gott wie habe ich gezittert, bevor ich dorthin gereist bin ;). Natürlich ist nichts passiert, aber ein bisschen Panikmache bevor man aus der „Provinz“ Kilkenny rauskommt, kann ja nicht schaden.
Dublin ist wirklich eine supermoderne, junge und schnuggeliche Hauptstadt. Den Stadtkern kann man bequem zu Fuß erkunden und es gibt genug für einen (oder zwei) freie Tage zu sehen ^^. Angefangen natürlich beim Trinity College, wo ich gleich eine Führung von einem hiesigen Studenten abgepasst habe. Wirklich ein einmaliges Erlebnis – superlustig und informativ. Sein Führungsmotto war: Wenn ich alle gleich viel beleidige, zählt das nicht. So haben also nicht nur das Trinity College, seine Erbauer und Studenten, sondern auch der Rest von Dublin & Irland und Australier ihr Fett weggekriegt. Das College ist wirklich schön, aber ich kann mir kaum vorstellen, dort ernsthaft zu studieren, wenn dort den ganzen Tag die Touries Richtung Book of Kells strömen. Nach meinem „Unibesuch“ ging es dann weiter zum Geburtshaus von Oscar Wilde, welches inzwischen leider von einem Amerikanischen Institut „belagert“ wird und für die Öffentlichkeit geschlossen ist.
Beckett, Swift, Stoker, Wilde, etc. Dublin ist wirklich die Stadt der Literatur! Was liegt also näher, als auch die wunderschöne March Library zu besuchen :)? Diese ist wirklich ein Geheimtipp, versteckt hinter der St. Patricks Cathedral (auch atemberaubend ^^) schlummern über 25.000 uralte Bücher. Der „Bibliothekswächter“ war – typisch irisch – zu einem Schwatz über Wetter und Literatur aufgelegt und extrem an Deutschland interessiert. Übrigens kennt natürlich kein Ire „Thuringia“, aber wenn man erklärt „former eastern part of Germany“, können alle etwas damit anfangen.
Auch der National Gallery und der Chester Beatty Library (die nur fälschlicherweise so heißt, sondern eigentlich ein Museum ist) habe ich einen Besuch abgepasst. Beide waren kostenlos und in Letzterer gab es eine extrem interessante Ausstellung darüber, wie in den verschiedenen Ländern Bücher hergestellt und gebunden werden.
Das Dublin Castle habe ich mir ebenso auf dem Weg angeschaut, allerdings ist man als „Kilkenny buddy“ ja nun mal schon das weitaus größere und schönere Kilkenny Castle gewöhnt ;).
Zurück durch Temple Bar ging es dann noch einmal ins Trinity College zum Book of Kells und dem berühmten „long room“ der Bibliothek. Das Book of Kells ist… tja… ein Buch ;)! Ein zugegebenermaßen beeindruckend altes Buch, aber warum drängeln sich dort tausende von Touristen drum herum, die sonst im Jahr nichtmal ein Buch fertig lesen??? Der long room der Bibliothek war wirklich traumhaft, hach… da komm ich ja ins Schwärmen ;).
Übrigens hatten sie dort eine Ausstellung über mittelalterliche Schriften und eine war aus Erfurt!
Zufälligerweise war an diesem Abend auch das Metallica Konzert in Dublin – und so färbte sich die Stadt im Laufe des Tages immer mehr in schwarz, lange Haare und unterschiedlichste Bandlogos :). Der Anblick war so gewohnt, da kam ich mir irgendwie ein bisschen wie „zu Hause“ vor *g*.

Gerade erst aus der großen Hauptstadt zurückgekommen ging es dann auch gleich schon wieder weiter nach Mullingar, Co. Westmeath – diesmal aber zum Arbeiten.
Dort gab es also wieder viele Turniere – und vorbereitungen, Camping-Feeling und nie trocknende Klamotten. Einmal wurde ich von einem Turnierbesucher freundlicherweise mit in die Stadt genommen und konnte dort etwas rumschlendern. Die Hauptattraktion von Mullingar ist die imposante Church of Christ the King, die nach dem 2. Weltkrieg erbaut wurde.
Nach meiner 3. größeren Turnierwoche ging es übergangslos mit Arbeiten weiter (nicht das man noch aus dem Rhythmus kommt ;) ), aber „die Stunde rinnt auch durch den längsten Tag“ und der nächste day off winkte mir bald in freudiger Erwartung zu.


Part II – deutsche Unterstützung in irischer Übermacht ;)

An meinem freien Tag habe ich Carlow, die „Hauptstadt“ in Co. Carlow angeschaut. Dort kommt man bequem mit dem Zug hin und ich konnte auch noch meinen guten alten Freund, das schwarze Fahrrad mitnehmen. Etwa 3-4km außerhalb von Carlow gibt es einen alten Dolmen, also eine alte Grabkammer in der Art von Stonehenge. Dort bin ich dann also gleich hingeradelt und habe 5000 Jahre alte tonnenschwere Steine auf mich „einwirken“ lassen. Wirklich super war, dass der Dolmen frei zugänglich auf einem Feld stand und man nach Lust und Laune drunter und drüber klettern konnte. Ich fand den echt beeindruckend =)!
Vor meiner Abreise habe ich ja von Travelworks noch den Lonely Planet Ireland bekommen, der mir hier wirklich eine riesige Hilfe ist. In ihm war auch eine walking tour durch die Stadt Carlow, die ich nach meinem Dolmen-Besuch gemacht habe. So kam ich an einer Milleniumsbrücke, einem Grab für irische Rebellen, dem Überresten von Carlow Castle (siehe Bilder, wie aus einem Fantasyfilm!!!) und anderen Sehenswürdigkeiten vorbei. Von der Burg stehen nur noch zwei Mauern, der Rest wurde von einem Besitzer um ca. 1800 in die Luft gesprengt xD. Der Grund war, dass dieser die Burg als eine Irrenanstalt genutzt hatte und befürchtete seine Insassen würden ausbrechen - ???! Äääähm, ja…
Carlow ist allerdings keine sonderlich große Stadt und so habe ich ca. 17.00Uhr wieder den Zug zurück genommen und den Tag in Kilkenny ausklingen lassen. Was gibt es schöneres als sich mit einem guten Buch und einer Schachtel Erdbeeren bei Sonnenschein in den Schlosspark, meinem Lieblingsplatz, zu setzen =)?!
Vorher habe ich mir aber noch einmal St. Carnices Cathedral von innen angeschaut – boah! Sie gilt nicht ohne Grund als eine der schönsten Kathedralen Irlands. Als ich dann durch die Stadt geschlendert bin, habe ich auch Luke, den fucked-up boy, wiedergetroffen und bin mit ihm durch die Stadt gelaufen ^^. Der konnte sogar in seiner Schuluniform schlampig aussehen.

Apropo Bekanntschaften… seit Mitte August habe ich hier mehr oder weniger Vici aus Deutschland an meiner Seite =). Sie arbeitet bei Ger O’Brien, einem guten Freund von Sharon auf dem Hof (auch über Travelworks). Neben gemütlichen Fernsehabenden, Mitternachtsshoppen in Dunnes (*ggg*), Theaterbesuchen, Schlendern durch die Stadt, gabs natürlich auch schon etliche Pub-Abende zu 2., 3. oder wahlweise zu 4.
Mein Pub-Ausgehrekord liegt bis jetzt übrigens bei 6 von 7 Tagen in der Woche ^^. Es ist total lustig hier mit jemandem deutsch zu sprechen… da fängt man ab und zu wirklich an, die beiden Sprachen zu vermischen: „Hast du auch so komische numnah’s für das Pony?“ „Hui, ich musste gestern wieder den lorry hoovern, what about you?“ xD

So, genug schöne Sachen… kommen wir mal zu ernsten Dingen wie: Krankheiten!
Blaue Flecke (ich musste jetzt echt erstmal überlegen, wie ich bruises übersetzen soll xD), Schürfwunden, Schnitte,… sind ja bei Stallarbeit mehr oder weniger an der Tagesordnung, aber an einem schönen Freitagmittag im August hab ich mir echt was geleistet ;). Ich habe Missy, das eine Pony (!) gewaschen und beim Umdrehen ist sie mir auf meinen linken Fuß gelaufen Oo. Erstmal habe ich nur einen stechenden Schmerz gespürt, der auch nach einiger Zeit nicht weg ging :(. Echt, so was dummes… Missy ist wirklich nicht sooo groß und es ist ja auch nicht das erste mal, dass mir ein Pferd auf den Fuß gelaufen ist.
Jedenfalls ist der kleine Zeh dann erstmal so richtig schön dick und blau (an manchen Stellen sogar schwarz) geworden und hat höllisch weh getan. Aber Augen zu und durch, auch wenn ich zeitweise mehr gekrochen als gelaufen bin.
Am Sonntag Abend waren wir dann auf einem Turnier und da eine Freundin von Sharon, die zufällig Ärztin ist, auch da war, hat sie sich den Zeh mal angeschaut. Ihre vernichtende Diagnose: Der ist wahrscheinlich gebrochen.
Na toll… so bin ich am Montag in meiner Mittagspause also doch ins Krankenhaus geradelt und habe dort 4 Stunden im leicht überfüllten Wartezimmer gesessen ^^. Der Fuß wurde geröntgt und zum Glück war er nicht gebrochen! Nur etwas gequetscht und platt und blau ^^ - noch mal Glück gehabt! Sonst hätte ich die arme Missy in meinen Erzählungen später bestimmt um einige Zentimeter wachsen lassen müssen („Ja, da ist diese rieeeeesige Stute in vollem Galopp auf meinen Fuß gesprungen!“) .

So, genug Geschichtchen aus Irland berichtet =) – byebye und ganz liebe Grüße an alle!
Ich verweise noch einmal auf Impressionen im Fotoalbum (ich sollte noch ein Bild von Missy’s Hufen machen!)

PS: Die ersten drei Bilder sind aus der Butler Gallery im Castle. Dort findet gerade eine temporäre Ausstellung von Atsushi Kaga aus Japan statt. Ich lieeeeebe seine Cartoons, war inzwischen bestimmt schon 5- oder 6x dort und habe sie mir angeschaut – wirklich spitze =)!